Nachweis der sehr seltenen Dreispitz-Konusspinne Cyclosa oculata im NSG Pantener Moorweiher

Das im Herzogtum Lauenburg gelegene Naturschutzgebiet „Pantener Moorweiher und Umgebung“ zeichnet sich durch einen interessanten Mix ganz unterschiedlicher Habitattypen aus. Es gibt Laubwald, Bruchwald, eine kleine Calluna-Heide, Silbergrasflure, Trockenrasen, sandige Abbruchkanten, Weiher und Teiche, Schilfgüttel und Verlandungszonen.

Das Gebiet wird betreut vom Verein Naturplus e. V. (www.naturplus-ev.de), dessen Vorsitzender, Dr. Peter Aldenhoff, vor einigen Jahren an die Autoren der Roten Liste heran trat und darum bat, das Gebiet auf Spinnenvorkommen zu untersuchen. So kam es, dass ich gelegentlich dieses Naturschutzgebiet besuche, um die Spinnenfauna zu erfassen. Der Kreis Herzogtum-Lauenburg stellte mir hierfür die erforderliche Genehmigung aus.

Foto: Seggenried im Norden des Gebietes. Im Hintergrund ein Erlenbruchwald hinter einem Schilfgürtel.

In diesem Seggeried konnte ich am 20.5.2017 ein adultes Männchen und am 27.8.2017 sechs juvenile Tiere der in Schleswig-Holstein sehr seltenen Dreispitz-Konusspinne (Cyclosa oculata) erfassen. Nach der aktuellen Roten Liste ist ihr Gefährdungsstatus mit „D“, also Datenlage defizitär, angegeben (Lemke et al. 2013). Es handelt sich um eine wärmeliebende Arte, welche ihr Radnetz in Bodennähe aufspannt und unbewaldete Lebensräume unabhängig von deren Feuchtigkeit besiedelt.

Literatur

  • Lemke, Reinke, Vahder & Irmler (2013): Die Spinnen Schleswig-Holsteins Rote Liste. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.(PDF)